Aktuell: Das Zentrum Paul Klee in Bern braucht einen neuen Direktor

08.09.2015
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Peter Fischer, bis Februar 2016 Direktor des Zentrums Paul Klee in Bern
Peter Fischer, bis Februar 2016 Direktor des Zentrums Paul Klee in Bern
Zentrum Paul Klee: Gebaut nach den Plänen von Renzo Piano
Zentrum Paul Klee: Gebaut nach den Plänen von Renzo Piano
Der Rücktritt von Peter Fischer kommt überraschend. Der 59 jährige Kunsthistoriker hatte die Leitung des Zentrums Paul Klee im Herbst 2011 übernommen und seither zu einer dynamischen Kulturinstitution entwickelt.

Im Gespräch mit dem eventmagazin blickt Peter Fischer zurück, beschreibt seine grössten Erfolge und seine grössten Herausforderungen: 

Peter Fischer, Sie treten auf Ende Februar 2016 als Direktor des Paul Klee Museums zurück. Warum ist nach vier Jahren bereits Schluss?
Peter Fischer:
Die vier Jahre 2012 bis 2015 waren mein primärer Horizont für die Weiterentwicklung und Profilierung des ZPK. Ab 2016 beginnt in Bern eine neue Ära mit der operativen Umsetzung der Strategien der neuen „Dachstiftung Kunstmuseum Bern – Zentrum Paul Klee“. Ich habe das ZPK dafür sehr gut positioniert, und die Weiterführung unter diesem Dach möchte ich anderen überlassen.

Was war in den vergangenen 4 Jahren als ZPK Direktor Ihr grösster Erfolg? 
Mein grösster Erfolg liegt wahrscheinlich darin, dass es mir gelungen ist, das Zentrum Paul Klee als Kulturzentrum, das unterschiedliche Kunstsparten in sich vereint und auch ein lebendiges Begegnungszentrum ist, weiter zu entwickeln. Es präsentiert sich als ein Museum des 21. Jahrhunderts, in dem sich die Leute des 21. Jahrhunderts wohlfühlen. Inhaltlich gesehen ist der grösste Erfolg sicher die noch bis am 27. September laufende Ausstellung „Klee & Kandinsky“, ein absoluter Höhepunkt im europäischen Ausstellungsjahr 2015.

Was war in den vergangenen 4 Jahren als  ZPK Direktor Ihre grösste Schwierigkeit?
Die grösste Schwierigkeit bestand darin, das Vertrauen der Öffentlichkeit und der Politik wieder zu gewinnen. Das ZPK galt lange als ein Fass ohne Boden. Es ist mir gelungen, Transparenz in unsere Finanzen zu bringen und zu zeigen, welches Potenzial in dieser wunderbaren Institution steckt. Leider ist die strukturelle Unterfinanzierung noch nicht beseitigt, dies wird eine der Hauptaufgaben der neuen Dachstiftung sein.

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